Windows unter eisXen

Voraussetzungen

  1. HVM-Erweiterung zu eisXen Beta 2a
  2. Prozessor in der eisXen-Maschine mit VT-Unterstützung (Intel "Vanderpool") oder AMD-V Support


Vorbereitungen

Damit eisxen Beta 2a dafür vorbereitet ist, müssen zunächst noch einige Libraries nachgeladen werden. Dieses geht folgendermaßen:


  1. An der Console als root einloggen
  2. Eingeben:

    cd /tmp
    				wget http://www.eisxen.org/downloads/eisxen-hvm.tgz
    				cd /
    				tar xvfz /tmp/eisxen-hvm.tgz
    				rm /tmp/eisxen-hvm.tgz
    				ldconfig
    				mkdir /dev/net
    				mknod /dev/net/tun c 10 200
    				

  3. Die Datei /etc/xen/xenconfig.sxp um folgende Zeile am Ende erweitern:
    (vnc-listen '0.0.0.0')

    Nicht vergessen, ein Newline hinten anzufügen, der Editor joe macht das nicht standardmäßig!


Windows-Gast einrichten

 

1. Eine Datei /etc/xen/xmwindows anlegen mit folgendem Inhalt:

 

    kernel = '/usr/lib/xen/boot/hvmloader'
    builder='hvm'
    memory = 256
    name = "windows"
    vif = [ 'type=ioemu, bridge=xenbr0' ]
    disk = [ 'file:/data/xen/images/windows.disk,ioemu:hda,w',
'phy:/dev/cdrom,hdb:cdrom,r' ]
    device_model = '/usr/lib/xen/bin/qemu-dm'
    # boot on floppy (a), hard disk (c) or CD-ROM (d)
    boot='d'
    sdl=0
    vnc=1
    vncviewer=0
    stdvga=0
    #serial='pty'
    ne2000=0
    audio=0
    on_poweroff = 'preserve'
    on_reboot = 'preserve'
    on_crash = 'preserve'

 

Die führenden Blanks der obigen Zeilen bitte nicht mit reinschreiben!

 

2. Eine Datei /data/xen/images/windows.disk anlegen mit folgendem Befehl:

 

   dd if=/dev/zero bs=1M seek=XXXX count=1 of=/data/xen/images/windows.disk

 

wobei XXXX die Größe der virtuellen Disk in Megabyte angibt.

Beispiel für 10 GB, also 10000 MB:

 

   dd if=/dev/zero bs=1M seek=10000 count=1 of=/data/xen/images/windows.disk

 

3. Windows-Installations-CD einlegen

 

4. Domain starten mit

 

   xm create xmwindows

 

5. Mittels VNC-Client (zum Beispiel von beliebigem Windows-PC im Netz) auf eisXen (Standard-Port 5900) verbinden.

Wenn alles geklappt hat, sieht man nun die Windows-Console.

Nun kann man den Windows-Installationsanweisungen folgen.

 

6. Wenn Windows neu starten will, also von Festplatte, wird die Windows-Console nicht geschlossen, sondern hängt erstmal. Das ist Absicht, damit man im Fehlerfall überhaupt was sieht, z.B. Beim Booten von CD.


Deshalb muss man nun die Domain abschießen mit:


    xm destroy windows

 

7. Die Datei /etc/xen/xmwindows modifizieren:

 

    boot='c'
    on_poweroff = 'destroy'
    on_reboot   = 'restart'
    on_crash    = 'restart'

 

Also genau obige Zeilen ersetzen!

 

8. Domain neu starten mit

 

   xm create xmwindows

 

Windows wird nun von der virtuellen Festplatte gestartet und die Windows-Installation wird fortgesetzt und irgendwann abgeschlossen, wie man sich mittels VNC-Client überzeugen kann.


Wenn schlußendlich Windows heruntergefahren wird, wird die Domain auch komplett geschlossen (und damit auch der VNC-Client) - wie gewünscht.

 

9. Wenn die Windows-DomU automatisch beim Boot von eisxen gestartet werden soll, ist noch folgender Befehl auf
der eisXen-Console einzugeben:


ln -f /etc/xen/xmwindows /etc/xen/auto/xmwindows


Damit ist die Windows-Installation unter eisXen abgeschlossen.

Man kann anschließend auch über das eisfair-Setup die Domain neu starten.


WICHTIG!

 

  • Das Ganze funktioniert nur mit den neuen INTEL-VT- oder AMD-V Prozessoren!
    Getestet nur mit eisXen Beta2, nicht mit Beta3!
  • Man sollte nicht versuchen, über das eisXen-Menü die Parameter zur Domain zu ändern, dabei wird die Datei xmwindows garantiert funktionsuntüchtig! Deshalb raten wir, die Datei xmwindows unter /etc/xen zu sichern.
  • Shutdown der domU über das eisXen-Menü bewirkt harten Abschuß, keinen geordneten Shutdown! Stattdessen muss man über das VNC Windows auf dem herkömmlichen Wege herunterfahren.
  • Man sollte damit auch andere Betriebssysteme, die nicht an Xen angepasst sind, installieren können. Zum Beispiel ein ganz normales eisfair.
  • Für weitere Maschinen sollte man alle obigen Vorkommnisse des Wörtchens 'windows' in der Xen-Konfigurationsdatei nebst den Dateinamen selbst durch einen anderen Namen ersetzen, z.B. winxp.


Der HVM-Support (also für den Betrieb von Windows und anderen Betriebssystemen unter eisXen) wird in die nächste Version von eisXen integriert, damit dieser standardmäßig dabei ist.


Stand: 12. Januar 2007