Xen-Glossar

Das folgende Glossar ist dem Xen 3 Buch entnommen.
Es ist hier als Wiki-Seite angelegt, damit es von der Community gepflegt werden kann.

 

 

 

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AMD-V

AMD Virtualization Bezeichnung für AMD-Prozessoren mit Virtualisierungsunterstützung ==> Pacifica, ==> SVM


AoE

ATA (Advanced Technology Attachment with Packet Interface) over Ethernet Netzwerkspeichertechnologie, welche mit dem ATA-Protokoll Speichergeräte über Ethernet verfügbar macht


Balloon (Verb), Ballooning

Xen-Treiber, der den Arbeitsspeicher für alle Domains dynamisch verwaltet und je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert – entweder automatisch gemäß Parametrisierung oder über interaktive Kommandos


Bridge, Bridging

Technik zur Koppelung von zwei Netzwerken, meist LAN-Segmenten, auf Ebene 2 des OSI-Modells. S. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Bridge" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Bridge\_(Netzwerk).


BVT

Borrowed Virtual Time Einer von mehreren Xen- ==>Schedulern. S. auch ==>SEDF und ==>Credit


CIM

Common Information Model Das Xen CIM ist ein Projekt, welches eine standardisierte API im Rahmen der ==> DMTF-Standardisierungsgremien entwickelt. Über diese API kann sich Xen nahtlos in Management-Umgebungen einfügen.


Cluster, Clustering

Zusammenschaltung mehrerer Computer über Vernetzungstechniken, meist zur Erhöhung der Ausfallsicherheit (High Availability / ==>HA) und / oder für Loadbalancing


Copy-on-Write

==>CoW


CoW

Copy-on-Write Speicher-Optimierungsstrategie in Unix-/Linux-Systemen. Mehrere Prozesse teilen sich die identischen Teile eines Speicherbereichs. Die unterschiedlichen Speicherbereiche werden dabei in separaten Einheiten gespeichert. S. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Copy-On-Write" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Copy-On-Write.


Credit

Default ==>Scheduler in Xen


Datacenter

Rechenzentrum Konzeptionell ausgerichtet auf die Bereitstellung von Services und die Einhaltung von Service Level Agreements


DMA

Direct Memory Access Eine Technik, die es Peripheriegeräten gestattet, direkt mit dem Arbeitsspeicher eines Computers ohne Vermittlung der CPU zu kommunizieren. Dies entlastet einerseits den Prozessor und ermöglicht andererseits schnelleren Datentransfer.


DMTF

Distributed Management Task Force Normierungsorganisation der IT-Industrie, welches unter anderem das ==>CIM (Common InformationModel) als Standard für den Informationsaustausch zwischen Systemen entwickelt


DMZ

Demilitarized Zone = entmilitarisierte Zone Computer-Netzwerk mit einem oder mehreren Rechnern, welches durch eine Firewall von der Außenwelt (WAN, meist Internet) abgeschottet ist und durch eine weitere Firewall vom internen Netz (LAN) abgetrennt ist. Dient oft dazu, bestimmte intern benötigte Dienste (Beispiele:Web, Mail) in einem geschützten Zwischennetz anzubieten, damit sowohl diese Dienste als auch das interne Netz maximal gesichert werden können


dom0

Kurzform für Xen ==>Domain 0


Domain

Eine virtuelle Xen-Maschine, in der ein Gastbetriebssystem ausgeführt wird. ==>Domain 0, ==>domU


Domain 0

Privilegierte Xen-Domain, in welcher die Xen-Management-Tools und Dienste laufen und welche die Hardwaretreiber für die paravirtualisierten Gastsysteme bereitstellt. Von hier aus werden die eigentlichen Xen-Gäste oder ==>domU gestartet und gesteuert.


domU

Kurzform für unpriviledged Domain = Xen-Gastmaschine


DRBD

Distributed Replicated Block Device Open-Source-Replikationssystem für Linux mit dem Ziel, Hochverfügbarkeit für Linux- Server-Umgebungen zu schaffen. Dabei wird ein Block Device von einem produktiven (primary) Server auf einen anderen (secondary) Server über TCP/IP gespiegelt. Man kann die Technik vergleichen mit einem RAID1 über Netzwerk.


Failover

Technik zur (automatischen) Umschaltung des Betriebs einer Software, eines Rechners oder anderen Systems auf ein redundant vorgehaltenes System im Fehlerfall, um die kontinuierliche Verfügbarkeit zu gewährleisten. ==>HA


Fibre Channel

Blockorientiertes Standard-Übertragungsprotokoll in Storage Area Networks (==>SAN) auf Basis von Kupfer- oder Glasfaserkabeln. S. auch ==>iSCSI


Gast, Guest

==>VirtuelleMaschine innerhalb einer Virtualisierungsumgebung==>Wirt,==>domU


GFS

Global File System Shared Storage Filesystem für Linux-Cluster, welches zumeist auf Basis eines SAN betrieben wird. Hersteller: Red Hat. Lizenz: GPL


GNBD

Global Network Block Device Driver Netzwerk-Block-Gerätetreiber. Geräte, die mittels GNBD-Server exportiert werden, können von mehreren Clients genutzt werden, um eine Gruppe von ==>GFS-Nodes zu bilden.


GRUB

GRand Unified Bootloader. Open-Source-Bootloader, sehr verbreitet unter Linux und zwingende Voraussetzung für Xen


HA

High Availability Hochverfügbarkeit eines Computer-Systems. Diese ist dann gewährleistet, wenn der Betrieb auch im Fehlerfall fortgesetzt werden kann.


HVM

Hardware Virtual Machine Xen-API, welche die Nutzung von Intel VT und ADM SVM (AMD-V) in einer vereinheitlichten Schnittstelle vereinigt


Hypercall

„Software-Interrupt“, paravirtualisiertes Pendant zum Systemaufruf eines direkt auf der Hardware laufenden Betriebssystems. Die unprivilegierten Xen-Domains (==>domU) sind so modifiziert, dass sieHypercalls benutzen, um auf dieHypervisor-API zuzugreifen, statt privilegierte Kommandos direkt im Prozessor auszuführen.


Hypervisor

Software-Komponente zur Schaffung virtualisierender Systeme Zwei Ausprägungen sind gängig: Typ 1 Hypervisor: Der Hypervisor läuft direkt auf der Hardware – die Gäste nutzen die Ressourcen, die vom Hypervisor bereitgestellt werden. Typ 2 Hypervisor: Der Hypervisor läuft auf einem Betriebssystem, welches z. B. I/ORessourcen bereitstellt. Oft synonym verwendet zu ==>Virtual Machine Manager (VMM)


IOMMU

I/O Memory Management Unit In Hardware integrierte Komponente, welche Zugriffsschutz bei DMA-Zugriffen realisiert. Vor allem benötigt für den sicheren und exklusiven Zugriff von virtuellen Maschinen auf Hardwaregeräte


iSCSI

Internet small computer system interface over IP iSCSI definiert ein Storage-over-IP-Verfahren für Speichernetzwerke. Dabei werden SCSIDaten in TCP/IP-Pakete verpackt, welche ganz normal über das IP-Netzwerk versendet werden. Vorhandene Netzwerkkomponenten wie z. B. Switches können weiterverwendet werden. iSCSI-Infrastrukturen werden häufig als Alternative zu ==>Fibre Channel für den Aufbau von ==> SANs genutzt.


IT

Information und Telekommunikation Informationstechnik


Kernelspace

Bereich des Arbeitsspeichers, der exklusiv demBetriebssystem-Kern (Kernel) vorbehalten ist. Das Pendant dazu ist der ==>Userspace.


Logical VolumeManager

==>LVM


LPAR

Logical Partition Virtualisierungstechnik zur Aufteilung von Rechnern in virtuelle Systeme. Der Terminus stammt ursprünglich aus der IBM-Mainframe -Welt. Heute bieten folgende Systeme LPAR-Technologie: IBM zSeries unter z/VM, pSeries (PowerPC) unter Linux und AIX.


LUN

Logical Unit Number Virtuelle Partition innerhalb eines RAID-Array oder eines Storage Area Network (==> SAN)


LVM

Logical Volume Manager „Der Logical Volume Manager (LVM) ist eine hauptsächlich im UNIX- und Linux- Umfeld verbreitete Abstraktionsebene zwischen Festplatten und Dateisystemen. Festplatten (Physical Volume, PV) werden zu einemPool (Volume Group, VG) zusammengefasst, aus dem dynamisch „Partitionen“ (Logical Volume, LV) angefordert werden können. Auf diesen Logical Volumes werden die Dateisysteme angelegt.“1


Migration

Übertragung einer Gast-Domain von einem Xen-Wirtrechner auf einen anderen im laufenden Betrieb. Im Modus ohne Betriebsunterbrechnung der Domain auch als Live Migration bezeichnet


NAS

Network Attached Storage Zentrale Speichergeräte (Festplatten), welche über TCP/IP im Netzwerk verfügbar gemacht werden. Clients greifen meist über Samba, NFS oder CIFS zu.


NAT

Network Address Translation Umsetzung von IP-Adressen, meist bei Koppelung von privatem und öffentlichem Netz, so dass die internen Rechner im äußeren Netz unter einer einheitlichen Adresse sichtbar werden


NTP

Network Time Protocol – über dieses Protokoll können Rechner die genaue Uhrzeit für ihre Zeitzone über einen Internet-(NTP-)Server beziehen


OCFS2

Oracle Cluster File System Shared Storage Dateisystem; in den Linux-Kernel integriert seit Version 2.6.16. Hersteller: Oracle. Lizenz: GPL


OS

Operating System englisch für Betriebssystem


P2V

==>Physical-to-Virtual


Pacifica

Codename für AMD-Prozessoren mit Virtualisierungsunterstützung. ==> SVM, ==> AMD-V


PAE

Physical Address Extension Prozessor-Technik, welche bei 32-Bit-x86-CPUs die Adressierung von mehr als 4 GB Arbeitsspeicher ermöglicht. Xen verfügt über PAE-Unterstützung.


Paravirtualisierung

Virtualisierungstechnik, welche Gastmaschinen eine API bereitstellt, welche ähnlich (aber nicht identisch) zur darunter liegenden Hardware ist. Der Kernel der Gastmaschinen muss dafür entsprechend angepasst werden. ==>Hypercall


Physical-to-Virtual

Übertragung eines physikalisch installierten Betriebssystems auf eine virtualisierte Plattform ==>P2V Der umgekehrte Prozess wird als ==>Virtual-to-Physical (V2P) bezeichnet.


Quality of Service

Oft abgekürzt als QoS Aus der Telekommunikation stammender Begriff, der „die Gesamtheit der Qualitätsmerkmale eines Netzwerks aus der Sicht der Benutzer eines bestimmten Dienstes“ bezeichnet (Wikipedia).


RAS

Reliability, Availability and Serviceability Ursprünglich von IBM geprägter Begriff, der die Zuverlässigkeit von Mainframe- Computern prägnant kennzeichnen sollte. Inzwischen allgemeiner benutzt für Zuverlässigkeit von EDV-Umgebungen


Router, Routing

Weiterleitung von Datenpaketen von einem Netz in ein Zielnetz


SBC

Server Based Computing Spezialisierte IT-Umgebung, bei der sämtliche Anwendungen auf einem oder mehreren zentralen Servern liegen und dort – statt auf einem Desktop-System(auch als „Fat Client“ bezeichnet) – ausgeführt werden.


Scheduler

Xen-Programmkomponente, welche die Aufteilung der CPU-Kapazitäten und - Prioritäten auf die einzelnen Gast-Domains regelt. ==>BVT, ==>Credit, ==>sEDF. Die Einstellungen können dynamisch zur Laufzeit verändert werden, um die Hardwareauslastung bzw. die Performance zu optimieren.


SDL

Simple DirectMedia Layer Grafik-Library, kann zur Anzeige der Grafikoberfläche vollvirtualisierter Gäste in Xen verwendet werden. Alternative: ==>VNC


sEDF

Simple Earliest Deadline First Xen ==>Scheduler-Komponente


SELinux

Security Enhanced Linux Sicherheitskonzept als Erweiterung des Linux-Kernels (ab Version 2.6.x fest integriert). Basierend auf dem Konzept derMandatory Access Control werden Prozessen und Dateien unabhängig von deren Besitzer / Benutzer feste Sicherheitsregeln auferlegt. Die Regeln definieren, welche Aktionen Prozesse ausführen dürfen.


SKI

Single Kernel Image Bezeichnet Virtualisierungskonzept basierend auf einer einzigen Betriebssystem-Instanz – das Betriebssystem wird dabei in Form mehrfacher Prozesse von sich selbst ausgeführt.


SLA

Service Level Agreement Dieser Begriff fasst Vereinbarungen zwischen einem Auftraggeber und einem ITDienstleister zusammen, welche die Qualität und Leistungen im Hinblick auf z. B. Reaktionszeit, Verfügbarkeit, Umfang spezifiziert. Zentrale Komponente ist hierbei der Service Level (Dienstgüte).


SMP

Symmetric Multi-Processing. Mehr-Prozessorrechner bzw. die Betriebssystem-seitige Unterstützung für selbige Sparse file Datei (im Xen-Zusammenhang ist meist ein Datenträger-Image gemeint), welche auf eine bestimmte Größe hin angelegt ist, aber nur den tatsächlich benötigten Platz beansprucht. Erreicht wird dies, indem die Datei mit Nullen aufgefüllt wird.


SVM

Secure Virtual Machine. AMD-Bezeichnung für die Hardwarevirtualisierung ==>AMD-V


SXP

Auch S-expression. Syntax aus dem LISP-Umfeld zur Beschreibung stukturierter Daten. Wird von Xen als Format für Konfigurationsdateien – z. B. /etc/xen/xendconfig. sxp benutzt


Userspace

Bereich des Arbeitsspeichers, der für Benutzer-Applikationen reserviert ist. Das Pendant ist der ==>Kernelspace.


V2P

==>Virtual-to-Physical

Vanderpool Ursprünglicher Projektname für die Intel Virtualisierungstechnologie. Jetzt Virtualization Technology oder kurz ==>VT


VBD

Virtual Block Device Bezeichnung in Xen für Festplattenspeicher (Laufwerke) aus Sicht des Gastes. Die Laufwerke werden den Gästen über eine Treiberschnittstelle einheitlich abstrahiert (daher „virtual“) zur Verfügung gestellt, unabhängig davon, ob sie physisch als Blockgerät, Datenträger-Image oder Netzwerk-Blockgerät realisiert sind.


vif

Virtual interface, Bezeichnung in Xen für die virtuellen Netzwerkschnittstellen Virtual-to-Physical Übertragung einer virtuellen Maschine in den Zustand eines physikalisch installierten Betriebssystems. ==>V2P Der umgekehrte Prozess wird als ==>Physical-to-Virtual (P2V) bezeichnet.


VM

Virtual Machine oder Virtuelle Maschine


VMM

Virtual Machine Monitor. S. auch ==>Hypervisor


VMX

Virtual Machine Extensions. Sammelbegriff für hardwareseitige Virtualisierungsunterstützung. Xen-API für Intel VT-Unterstützung


VNC

Virtual Network Computing Software zum Transport einer grafischen Bildschirmoberfläche über Netzwerk zu einem anderen Rechner


Vollständige Virtualisierung

Virtualisierungsverfahren, in dem eine komplette Hardwareumgebung vollständig virtualisiert wird. Auf dieser Basis können virtuelleMaschinen ohneModifikationen am Betriebssystem (-kernel) laufen.


VT

Intel Virtualization Technology (Projektname Vanderpool)


VT-i

Intel Virtualization Technology für Itanium-Prozessoren


VT-x

Intel Virtualization Technology für Xeon-Prozessoren


Wirt

Basissystem, welches eine Virtualisierungsumgebung bereitstellt. Bei Xen auch als ==>Domain 0 oder ==>dom0 bezeichnet. Oft auch (ungenau, da mehrdeutig) als Host bezeichnet


Xen0

Xen ==>Domain-0-Kernel


xend

Zentraler Xen-Daemon, welcher für die Kommunikation von Domain 0 und den domU zuständig ist


xendomains

Standard-Xen-Shell-Script, welches für das automatische Starten/Stoppen beim Hochfahren/ Herunterfahren des Rechners sorgt


XenU

Xen-Kernel für unprivileged Domains oder ==>domU



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